Ein grosser Schritt in der Geschichte der Swiss Karate Federation

Am 1. November fand ein  Projekt der Swiss Karate Federation seinen vorläufigen Höhepunkt. 69 Kandidaten aus den Sportarten Bergsport, Segeln, Judo, Jiu Jitsu, Tennis und Karate stellten sich der Prüfung  zum Sportartenlehrer mit eidgenössischem Fachausweis. Diese Anerkennung ist gleichzusetzen mit einem  eidgenössischen Lehrabschluss. Was bedeutet dies? Gerade im Kampfsportbereich ist die Situation der Gradierungen sehr unübersichtlich geworden. Bei  einigen Karateorganisationen ist das Niveau der Prüfungen sehr hoch, andere Organisationen stellen weniger Anforderungen, unkontrollierbar wird es dann wenn irgendwelche unbekannte Verbände Dangrade vergeben. Ausserdem sagen Dangrade nur etwas über den technischen Level aus, die methodisch-didaktischen Fähigkeiten werden nicht geprüft. Will ich eine Sportart lernen dann sind nicht meine Weltmeistertitel gefragt sondern meine Fähigkeiten zu Unterrichten. Das eidgenössische Diplom vermittelt Sicherheit, da neutral und unabhängig die Qualifikation als Lehrer der jeweiligen Sportart geprüft wird.

Jeder Kandidat wurde auf Grund einer eingereichten Arbeit geprüft. Zwei Experten, einer aus der jeweiligen Sportart und ein sportartfremder Experte prüften im Gespräch dann das Hintergrundwissen  zu der abgegebenen Arbeit. In einem weiteren Prüfungsteil  musste der Kandidat anhand eines  ausgelosten Fallbeispiels seine Meinung und Lösungsansätze in Diskussion mit den Experten präsentieren. Die Fallbeispiele waren sehr komplex, zur Vorbereitung blieben einige wenige Minuten.  Verlangt wurden professionelle, lösungsorientierte und zielführende Vorschläge.

Im Vorfeld wurden ausgesuchte Karatekas vom SKF  als Experten ausgebildet, die dann am 1. Oktober als Lead- oder als Co Experte die Teilnehmer prüften. Sie erfüllten diese  schwierige Aufgabe mit grosser Kompetenz und Umsicht.  Für mich persönlich war es spannend von  Leuten geprüft zu werden die ich schon bald Jahrzehnte kenne. Die Fragestellungen waren zum Teil knifflig darum aber auch interessant. Auf jeden Fall ein grosses Kompliment an die Prüfer, sie hatten einen wirklich harten Job.

Von der Taidokai Karateschule war der Dojoleiter Pierre Feldmann von der Swiss Karate Federation für diese Prüfung eingeladen. Dank intensiver Vorbereitung bestand Pierre diese Prüfung mit sehr gut und darf sich in Zukunft Karatelehrer mit eidgenössischem Fachausweis nennen

 

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