Fairplay im Kindergarten

Früh übt sich……… Nach diesem Motto organisierten die Kindergärten von Ober- und Unterengstringen, initiiert von Frau Pia Henker einen Workshop für Kindergärtler. Da gerade in den japanischen Kampfsportarten Fairplay eine zentrale Rolle spielt , lag es auf der Hand die Taidokai Karateschule anzufragen ob die Möglichkeit besteht einen solchen Anlass zu organisieren.

Der Dojoleiter Pierre Feldmann sagte spontan zu. Als Jugend und Sport Experte der Fachrichtung Karate und jahrzehntelange Erfahrung im Kinder- und Jugendsport nahm er dieses Angebot gerne an. Einen Begriff wie Fairplay den 5 – 7 Jährigen Kiddies näher zu bringen bedarf es ein Wissen wie kommuniziert man so dass es die Teilnehmer verstehen und umsetzen können.

Am entsprechenden Tag trafen sie ein. 30 aufgeweckte und neugierige Kinder stürmten das Dojo.Die Kindergärtnerinnen hatten allerdings die Kleinen gut im Griff, so dass wir den Workshop nach traditioneller japanischer Weise das Seminar beginnen konnte. Japanische Art und Weise? Die Kinder mussten eine Minute lang still sitzen um nachher mit der klassischen Verbeugung zu grüssen. Eiune Minute ist für Sechsjährige eine Ewigkeit, sie standen diese Herausforderung tapfer durch.

Im eigentlichen Seminar wurde erst einmal der Begriff Fair Play erhellt. Wie übersetzt man dieses Motto auf schweizerdeutsch? Die Leser/innen können mal versuchen eine entsprechende Erläuterung zu finden. Die Kinder studierten zuerst lange, dann aber kamen viele kreative Formulierungen. Wir entschieden uns auf den Begriff:“ Nöd bschiiisse“. Auf die Frage warum man nicht „Bschiiissse“ darf, zeigten die Kleinen schon sehr ausgeprägte Sozialkompetenz. Kinder verfügen über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Diesen muss man pflegen und fördern. Hier sind auch die Eltern gefordert. Kinder die früh lernen dass man sich mit „Bschiiissse“ Vorteile verschaffen kann, werden diese Fähigkeit als Jugendlicher weiter entwickeln. Wollen wir das?

Die Theorie wurde dann in verschiedenen Spielen in die Praxis umgesetzt. Interessant war zu beobachten wie die Kleinen agierten wenn sie glaubten unbeobachtet zu sein. Pierre Feldmann verstand es ausgezeichnet einzelne unfaire Situation mit den Kindern zu besprechen, ohne dass jemand blossgestellt wird.

Kinder haben viele Fähigkeiten. Diese muss man wecken und fördern. Die Kindergärtnerinnen von Engstringen machen hier einen ausgezeichneten Job. Es ist nun am Umfeld mitzuhelfen damit Fairplay nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt, sondern ein Teil der heranwachsenden Persönlichkeit wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.