Karate gegen gewalt – teil 2

Nein, ich schreibe nicht über die Idee aggressive Mitbürger durch Anwendung von fernöstlichen Kampfkünsten zu disziplinieren. Um meine Vorstellungen warum Karate gegen Gewalt einen positiven Effekt erzielen kann muss ich ein bisschen tiefer graben.

Zuerst müssen wir uns fragen was ist der Grund dass wir Opfer von Gewalt werden können? Vielfach signalisiert man unbewusst dass man Angst vor der Situation hat. Täter spüren dies, es ist wie ein Freipass um zuzuschlagen oder sexuell übergriffig zu werden. Was kann man dagegen unternehmen?.

Es gibt keine raschen Patentlösungen, obwohl in vielen Selbstverteidigungskursen das Gegenteil verkündet wird. Schläge, Tritte und Hebel funktionieren im Training ausgezeichnet und versagen in der Realität komplett. Warum? Wir müssen Selbstvertrauen erwerben. Selbstvertrauen manifestiert sich unter anderem in der Körperhaltung und zeigt dem Täter die Grenzen auf. (Dies gilt nicht nur für die Selbstverteidigung, es hilft auch bei Lohnverhandlungen, Verkaufsgesprächen und vielem mehr) Man verstehe mich richtig, es geht nicht um aggressives Verhalten sondern Selbstbewusstsein das auf Können basiert zu zeigen.

Und wie kommt man zu diesem Selbstvertrauen? Die Lösung ist einfach und verlangt trotzdem unseren Einsatz: Training, Training und nochmals Training. Wenn man lernt etwas zu beherrschen, dann lernt man auch sich zu behaupten.

Pierre Feldmann, Taidokai Martial Arts Unterengstringen

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