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Fairplay im Kindergarten

Früh übt sich……… Nach diesem Motto organisierten die Kindergärten von Ober- und Unterengstringen, initiiert von Frau Pia Henker einen Workshop für Kindergärtler. Da gerade in den japanischen Kampfsportarten Fairplay eine zentrale Rolle spielt , lag es auf der Hand die Taidokai Karateschule anzufragen ob die Möglichkeit besteht einen solchen Anlass zu organisieren.

Der Dojoleiter Pierre Feldmann sagte spontan zu. Als Jugend und Sport Experte der Fachrichtung Karate und jahrzehntelange Erfahrung im Kinder- und Jugendsport nahm er dieses Angebot gerne an. Einen Begriff wie Fairplay den 5 – 7 Jährigen Kiddies näher zu bringen bedarf es ein Wissen wie kommuniziert man so dass es die Teilnehmer verstehen und umsetzen können.

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Karate und Angst

Angst ist ein Thema dass alle interessiert und niemand sich richtig getraut darüber zu reden. Dabei ist Angst gerade im Bereich Sport und speziell im Kampfsport ein allgegenwärtiger Faktor ob wahrgenommen oder unterschwellig latent vorhanden. Wie soll man damit umgehen? Angst, aber auch das Fehlen von Angst und Zweifeln bestimmt unser Leben. Und da dies ein dermaßen bestimmender Faktor ist muss man lernen damit umzugehen. Nur… wie macht man das?

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Karate gegen Gewalt

Zugegeben, ein etwas reisserischer Titel, der bei näherer Betrachtung dennoch seine Berechtigung hat. Es ist nicht gemeint dass man vermittels japanischer Kampfkünste die Bösewichte in ihre Schranken weisen kann. Es geht darum so viel Selbstvertrauen aufzubauen das man für seine Werte in jeder Situation einstehen kann. Ein hohes Ziel das viel Zeit und Einsatz benötigt.

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J+S Fortbildungskurs

Bald schon Tradition geworden sind die J+S Fortbildungskurse von Tomokai. Bereits 15 Jahre werden diese von uns organisiert. Das wir mit unserem Konzept richtig liegen zeigen die positiven Feedbacks. Inzwischen hat sich eine richtige Stammkundschaft herausgebildet

Das Thema dieses Jahres lautete Lernklima. Pierre Feldmann brachte die Theorie locker und kompetent herüber. Sein Anspruch war das Top Down unterrichten wegzulassen und die Teilnehmer aktiv an der Erarbeitung des aktuellen Themas teilhaben zu lassen. Die 90 Minuten gingen wie im Flug vorbei.

Anschliessend setzte Toni Romano die Theorie gekonnt in die Praxis um. Er zeigte einen Trainingsaufbau mit der Idee der Rotation auf. Es waren einfache Übungen die trotzdem Ansprüche an Raumorientierung, Rotation und Differenzierung stellte. Die Teilnehmer merkten wie ein gut strukturierter Unterricht für ein optimales Lernklima wichtig ist.

Erstmals war das FK Team mit drei Personen besetzt. Marianne Furrer übernahm den Nachmittag. Dass sie dies zum ersten Mal machte, merkte man nicht. Ruhig und besonnen vermittelte sie weiteres Wissen wie man optimales Lernklima steuern kann-

Im Anschluss war nochmals Praxis angesagt. Toni Romano führte das Training vom Vormittag weiter und zeigte auf wie man mit einer Basisidee Variationen erarbeitet. Die Teilnehmer waren voll dabei und hätten am liebsten nochmals eine Stunde angehängt.

Der schönste Kommentar (von mehreren) war dass die Teilnehmer das Gefühl hatten der Kurs sei nur 2 Stunden lang gewesen. Tja, auch wir das Tomokai J+S Leiterteam freut sich an Komplimenten.

Tomokai Training 12./13. Dezember

Am Wochenende vom 12. Und 13. Dezember fand in Luzern wieder das bereits zur Tradition gewordene Jahresabschlusstraining statt. Über 140 Karatekas fanden sich in der Bruchhalle (was für ein passender Name für ein Trainingsort für Karatekas) ein. Tomokai Chefinstruktor Toni Romano und sein Team hatten den Anlass perfekt durorganisiert. Ohne freiwillige Helfer lässt sich ein solcher Event nicht organisieren. Karate ist wie eine grosse Familie, man unterstützt sich gegenseitig zum gemeinsamen Erfolg. Wenn man sich mit dem Dojokun auseinandersetzt spürt man wie stark dieses Fundament im Karate ist.

Gichin Funakoshi sagte einst dass Karate als Karate Jitsu nur dazu dient den Karatekas den Weg zur eigenen Entwicklung aufzuzeigen: aus Karate Jitsu wird Karate Do

Als Gast war Carlo Fugazza eingeladen. Er verkörpert das Shotokan Karate in Reinkultur. Direkt, Gerade, Explosiv sind die Basiseigenschaften des Shotokan. Bevor man die Vielfalt sucht müssen diese Qualitäten verinnerlicht sein. Unter diesem Aspekt wird es klar wie wertvoll das Verständnis für diese Prozesse ist.

Carlo Fugazza unterrichtete am Samstagvormittag die Kata Bassai Sho. Um eine Kata zu verstehen ist ein wenig Hintergrundwissen von Vorteil. Die Passai war eine der ersten chinesischen Kataformen die um 1380 von Chinesischen Experten nach Okinawa gebracht wurden. Es entwickelten dann sich im Laufe der Jahre in verschiedenen Dojos unterschiedliche Variationen. Meister Itosu schuf eine zweite Variation, um diese unterscheiden zu können, nannte er die erste Form Bassai Dai und die zweite Bassai Sho.

Beide Katas zeichnen sich durch Entschlossenheit aus. In der Bewegung die innere Mitte zu meistern um plötzlich zur explosiven Handlung zu wechseln ist die Herausforderung in dieser uralten Form.

Am Nachmittag zeigte Carlo Fugazza die Kata Hangetsu. Hangetsu leitet sich aus der Goshu Ryu Kata Sanchin ab. Diese Kata hatte den Ursprung in China. Die spezielle Atemtechnik soll das Ki steuern und so den Körper unempfindlich machen. In China werden solche Formen als „Iron Shirt“ oder Golden Bell“   geübt.

Gishin Funakoshi veränderte die Kata insofern als dass er den Aspekt zwischen den weichen und den harten Bewegungen deutlicher herausarbeitete. Das Verwurzeltsein in der Bewegung ist eine der grossen Herausforderungen in dieser Kata. Um das zu verstehen braucht es gute Grundlagen, ohne diese verkommt jede Form zur Hülle ohne Inhalt.

Sonntag Morgen folgte, mit Chefinstruktor Ton Romano der Zusammenzug der beiden am Vortag geübten Katas. Das Thema war die eine Kata mit der anderen Kata adaptieren und verschiedene Möglichkeiten der Kata auszutauschen, solche Trainings regen zum Überlegen an und bringen die Schüler weiter. Das ganze Karateleben lang nur äussere Formen zu üben kann auch ein Weg sein. Zu forschen und zu entwickeln ist aber sicher nachhaltiger und macht mehr Freude.

Am Samstagabend fanden sich die Dojoleiter zur Delegiertenversammlung ein. Diese ging in einer ruhigen, familiären Stimmung von der Bühne. Der Vorstand freute sich das alle Dojoleiter mit der Vorstandsarbeit einverstanden waren. Viel zu berichten gibt es nicht, Interessenten dürfen das Protokoll bei mir einsehen.

Der Sonntag war dann für einige das High Light des Jahres, Danprüfungen standen an. Die technische Kommission hatte 10 Kandidaten zu beurteilen. Bei der Prüfung geht es für die Prüfungskommission nicht nur um Abhaken von verschiedenen Positionen, sondern um eine Analyse des Potentials und Weichenstellung für eine nachhaltige Weiterentwicklung. Deshalb ist es von grösster Bedeutung dass in der Prüfungskommission Leute mit Lebenserfahrung und Karatewissen am Werk sind.

Erfreulicherweise waren alle gut vorbereitet. Das man dem einen oder anderen Kandidaten die Nervosität ansah war nachvollziehbar. Auch hier gilt es zu beurteilen war der Kandidat bequem in der Vorbereitung oder ist er wegen Nervosität überblockiert. Vom Taidokai waren Sandra Perego und Daniel Belloti anwesend, sie hatten sich beide intensiv auf die Prüfung zum Dritten Dan vorbereitet. Daniel zeigte sich beim Kumite als wahrer Haudegen, aber auch Kata und Kihon waren fehlerfrei. Sandra war austrainiert und platzte fast vor Energie. Sie zeigte eine Superleistung und schnitt mit Sehr gut ab. Mich als Trainer freut es ungemein wenn die Schüler solche Fortschritte machen.

Durch die langjährige Zusammenarbeit mit Toni Romano ist eine Freundschaftauch auch zwischen Taidokai und Taisho entstanden. Es war schön die ganze Tomokai Familie zu treffen und gemeinsam zu trainieren. Gerade in der heutigen Zeit muss man solche Anlässe pflegen damit ein Netzwerk der Freundschaft entsteht

Pierre Feldmann

Ten’i – den horizontalen Raum beherrschen

Mit Ten’i kontrolliere ich den Raum um mich. Jeder Eindringling wird
weggewiesen oder angegriffen. Ich muss gegnerische Aktionen antizipieren um situativ richtig agieren zu können. Gehe ich zum Rückzug über verliere ich mein Terrain. Ein taktischer Rückzug kann strategisch zu Ziel fü hren. Wichtig ist jederzeit meinen horizontalen Raum zu kontrollieren. Zusammen mit Kusshin ergibt sich eine optimale Bewegungstaktik

Hangeki – der Konter

Hangeki ist die Fusion zwischen Ryusui und Rakka. Das Beherrschen von Kusshin und Ten’i erarbeitet die Möglichkeit zu kontern. Entweder wende ich das Ausweichen und Ableiten (Go no sen) der gegnerischen Technik an oder ich erfasse die Bereitschaft des Gegners und kontere direkt (Sen o sen). Das Anwenden dieser Prinzipien erfordert Geduld und Selbstvertrauen. Über den Verstand lassen sich diese Prinzipien nicht erfahren, man benötigt
Intuition. So wie der Musikschüler am Anfang Mühe hat ein Stück von Chopin zu spielen und der erfahrene Konzertpianist seine Gefühle und seine Intuition einfliessen lassen kann.

Kusshin – den vertikalen Raum beherrschen

Gichin Funakoshi formulierte das Prinzip des Kusshin mit Gross und Klein, Stark und Schwach, Langsam und Schnell. Durch das Sinken wird es möglich die eigene Energien zu komprimieren um damit die gegnerische Energie einzuschliessen. Man kann die Wirkung noch verstärken in dem man das zusammenziehen durch Einatmen begleitet. Durch das Aufsteigen wird das eigene Ki freigesetzt, wie bei einer Explosion. Wird das Aufsteigen oder auch Ausdehnen durch Ausatmen begleitet, wird die Wirkung nachhaltig verstärkt.
Die Kombination von Zusammenziehen und Ausdehnen ergibt ein
vernichtendes Ergebnis.

Ryusui – Ableiten

Ryusui bedeutet das Ableiten der Energie. Dieses Prinzip wird im Aikido aber auch im Tai CHI deutlich sichtbar. Bei einem Angriff übernimmt man die Energie des Gegners und leitet sie um. Dazu muss der Abwehrende mit dem Angreifer verschmelzen. Man nimmt den Angreifer als Energie wahr, die Reaktion kommt aus dem Unterbewusstsein. Ryusui kann nicht mit der Ratio ausgeübt werden, es braucht dazu den Zustand der Leere. So wird erklärbar
dass fortgeschrittene Meister einen Angriff von hinten erspüren und situativ richtig entscheiden können.

Rakka – Brechen

 

Rakka ist eines der fünf Prinzipien der Kampfkunst allgemein. Mit Brechen ist aber nicht das Beine oder Arme brechen gemeint. Vielmehr geht es s darum den gegnerischen Angriffswillen durch Entschlossenheit zu zerstören. Dazu braucht es mehr als nur rohe Kraft. Der uneingeschränkte Willen und das Wissen der eigenen Fähigkeiten sind unabdingbar. Ausschlaggebend ist auch das Verinnerlichen der Technik im Zusammenhang mit der Steuerung der inneren Energie (Ki) und den eigenen athletischen Fähigkeiten. Nehmen wir das Beispiel der Abwehr eines Frontkicks. Dieser wird meistens durch einen Bock nach unten abgewehrt. Rakka geht viel weiter. VerschiedenRakkae Dinge passieren nun gleichzeitig. Während der Abwärtsbewegung des Blocks füllt sich der Arm mit Ki, es entsteht das Gefühlder Arm schwillt etwas an. Gleichzeitig atme ich aus der nd lasse den Atem durch das Zielobjekt strömen. Ist das Ziel getroffen weiche ich aus. Das Treffen und anschliessende Ausweichen passiert so schnell dass es der Beobachter nicht wahrnehmen kann.