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Tai Chi Meditation in Bewegung

Tai CHI ist eine Form des Qi Gong und kommt ursprünglich aus China. Vielleicht haben wir in einer TV Doku gesehen wie in den chinesischen Parks sich viele Personen langsam den äusserst harmonische Bewegungen in voller Konzentration hingeben. Beeindruckend vor allem sind die älteren und alten Menschen die sich geschmeidig bewegen als wären sie jugendlich. Warum fühlt man sich nach Tai CHI Übungen so unbeschreiblich wohl?

Die Wirkung dieser Formen besteht darin dass sie Yin und Yang ausgleichen, Körper und Geist sind im Einklang. Ein weiterer stressabbauender Effekt besteht darin dass es keinen Wettbewerb gibt. Man übt, unter der Anleitung des Meisters, die Formen für sich und lässt sich wegtragen auf die Insel der Stille, einmal weg vom hektischen Alltag, damit die Batterien wieder aufgeladen sind

Tai Chi Training im Dojo Taidokai: Mittwoch, 9 – 10 Uhr

Pierre Feldmann Taidokai Martial Arts, 8103 Unterengstringen

Karate gegen Gewalt – teil 3

Das letzte Mal haben wir über die Rolle des Selbstvertrauen gesprochen. Vertrauen in sich selbst, das Wissen dass man mit Herausforderungen klar kommt. Der Weg dahin führt über den inneren Dialog und dem Erkennen seiner Ängste und Unsicherheiten.

Mit regelmässigem Training verfestigen sich die Bewegungsstrukturen, daraus ergibt sich eine Selbstsicherheit die uns Zeit gibt eine Situation zu werten und eine passende Reaktion abzurufen. Man muss mit der Zeit ein Sensorium entwickeln. Die Zeiten haben sich gewandelt. Des Öfteren werden Frauen belästigt oder mehr. Dank regelmässigem Training haben wir unser Selbstvertrauen soweit gestärkt, dass eine Situationsbereinigung kein Problem darstellt. Viele Leute denken, dass man mit ein paar Trickli und ohne regelmässigem Training, jegliche Angreifer mühelos kampfunfähig machen kann. Dies ist eine Illusion. Alles steht und fällt mit unserem Selbstvertrauen und das muss man sich erarbeiten.

Pierre Feldmann ,Taidokai Martial Arts Unterengstringen

Karate gegen gewalt – teil 2

Nein, ich schreibe nicht über die Idee aggressive Mitbürger durch Anwendung von fernöstlichen Kampfkünsten zu disziplinieren. Um meine Vorstellungen warum Karate gegen Gewalt einen positiven Effekt erzielen kann muss ich ein bisschen tiefer graben.

Zuerst müssen wir uns fragen was ist der Grund dass wir Opfer von Gewalt werden können? Vielfach signalisiert man unbewusst dass man Angst vor der Situation hat. Täter spüren dies, es ist wie ein Freipass um zuzuschlagen oder sexuell übergriffig zu werden. Was kann man dagegen unternehmen?.

Es gibt keine raschen Patentlösungen, obwohl in vielen Selbstverteidigungskursen das Gegenteil verkündet wird. Schläge, Tritte und Hebel funktionieren im Training ausgezeichnet und versagen in der Realität komplett. Warum? Wir müssen Selbstvertrauen erwerben. Selbstvertrauen manifestiert sich unter anderem in der Körperhaltung und zeigt dem Täter die Grenzen auf. (Dies gilt nicht nur für die Selbstverteidigung, es hilft auch bei Lohnverhandlungen, Verkaufsgesprächen und vielem mehr) Man verstehe mich richtig, es geht nicht um aggressives Verhalten sondern Selbstbewusstsein das auf Können basiert zu zeigen.

Und wie kommt man zu diesem Selbstvertrauen? Die Lösung ist einfach und verlangt trotzdem unseren Einsatz: Training, Training und nochmals Training. Wenn man lernt etwas zu beherrschen, dann lernt man auch sich zu behaupten.

Pierre Feldmann, Taidokai Martial Arts Unterengstringen

Kyusho Seminar mit Daniel Suelves

Auf Initiative von Ralph Hödl reiste Daniel Suelves von Spanien zu uns um ein spannendes Kyusho Seminar zu präsentieren. Daniel ist ein erfahrener Trainer, der sich in verschiedenen Kampfkünsten  top auskennt. Schön war, dass auch Besuch aus anliegenden Ländern dabei waren. Das Kyusho in der Schweiz entwickelt sich zu einer unpolitischen Familie. Daniel entwickelte das Training von der Basis bis zu sehr komplexen Anwendungen. Komplex heisst hier nicht kompliziert sondern die Verknüpfung verschiedener richtungssteuernden Töne und Einbezug von Farben als energieverstärkende Komponente aber auch das Anwenden der Schmerzdruckpunkte, deren es ca 365 solche Triggerstellen hat. Man sieht, mit einem Crashkurs erreicht man da nichts, es braucht einen langen Zeithorizont und die Passion sich in die Materie einzuarbeiten. Kyusho ist eine Ergänzung zu allen Kampfkünsten, der Blick muss weit sein um den Horizont zu erreichen.

Fairplay im Kindergarten

Es war wieder soweit, das Seminar für Kindergartenkinder Fair Play wurde zum dritten Mal in der Taidokai Karateschule unter der Leitung von Pierre Feldmann durchgeführt. Der Kurs fand auf
Initiative der engagierten Kindergärtnerinnen statt.
Ja, wie bringt man einem fünfjährigen Kind bei, was Fairplay ist. Kindergartenkinder haben noch eine klare Meinung für Recht und Unrecht, zwischen Unfair und Fair. Das wir diesen Themenkomplex
vertieft in einem Seminar präsentierten hat seine Gründe. Je früher dass man solche Begriffe thematisiert, desto mehr verankert wird dieses Wissen.

Punkt vierzehn Uhr trafen die Kinder in der Taidokai Karateschule ein. Dass sie sich freuten konnte man schon von weitem hören. In unserem Eingangsbereich hub ein grosses Gewusel ein. Die
Kindergärtnerinnen hatten die Kleinen Karate Aspiranten aber voll im Griff. Dojoleiter Pierre Feldmann begann mit „Englisch Unterricht“ so dass wir automatisch zum Begriff
„Fairplay“ kamen.. Wir erarbeiteten so den Inhalt des gesuchten Begriffs. Mit Gruppenspielen wurde das Gelernte in die Praxis umgesetzt.

Im Bewusstsein einer gute Sache war das Seminar ein voller Erfolg. Das zum Schluss jeder noch ein Schöggeli erhielt war natürlich der absolute Höhepunkt. Kinder sind manchmal mit so wenig glücklich.

Pierre Feldmann
Taidokai Karateschule

Karateseminar zu Ehren von Bruno Dammert

Enzo Chierici, Chefinstruktor der Karatekai Gruppe organisierte wie  jedes Jahr zu Ehren seines verstorbenen Freundes und Senseis Bruno Dammert ein hochklassigen und unentgeltliches Seminar in Winterthur. Dass über 50 Teilnehmer/innen von Weiss bis Schwarz anwesend waren erfreute uns und zeigte auf dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Eine illustre Trainergruppe gab ihr Bestes um ein interessantes Trainingsprogramm aufzustellen. Da waren die Haupttrainer Enzo Chierichi,  Pierre Feldmann und Philipp Schleuchzer alle 6. Dan sowie Jürg Blum 4. Dan  überzeugten durch ihre Fachkompetenz.

Pierre Feldmann begann mit Katatraining für die Unterstufe. Im Vordergrund stand hier nicht einfach der Ablauf der Kata sondern deren praktische Anwendung. Die Kiddies freuten sich etwas zu lernen das sich auch als aktive Selbstverteidigung auf dem Pausenplatz bewährt.

Anschliessend zeigte Jürg Blum wie man Karate ohne Karate trainieren kann. Es waren Partnerübungen und Spiele die vor allem Aufmerksamkeit, Orientierung und Reaktion erforderten. Ich persönlich habe wieder ein paar gute Ideen aufgenommen um in meinem Dojo auszuprobieren.

Philipp Schleuchzer zeigte mit seinen Schülern eine spannende Vorstellung mit den Okinawa Waffen (Kobudo). Es wurde klar wie gefährlich diese Waffen sind und dass diese Gegenstände nicht in Kinderhände gehören. Anschliessend hatten alle die Möglichkeit unter der Anleitung von Shihan Phillip Grundlagen des Langstockes zu üben.

Als nächstes war, unter der Anleitung von Shihan Pierre, ein Katatraining für die Oberstufe angesagt. Er zeigte die realistische Anwendungen der Tekki Shodan, erklärte auch am Beispiel Kosa Dachi), wie man durch Wechsel der Polarität und dem Einbezug der Schmerzpunkte des Kyusho und des Dim Mak, Karatetechniken um ein Vielfaches steigern kann und so auch neue Perspektiven eröffnet.

Als letztes Training erklärte Sensei Jürg praktische Kumiteübungen, angefangen mit Erarbeitung einer sauberen Grundlage bis hin zu effizienten Abläufen. Die Teilnehmer kamen ordentlich ins Schwitzen, der anhaltende Applaus am Schluss zeigte wie alle Teilnehmer zufrieden nach Hause gingen

Enzo gab ein schönes Vorbild. Er organisierte, schaute zum Rechten und half aus wo es auszuhelfen war. Als Shihan hätte er all dies delegieren können, so aber zeigte er die Qualität eines Kriegers: Bescheidenheit.

Pierre Feldmann

Fotocredit: Karatekai Winterthur

Kyusho Seminar in Dübendorf

Ralph Hödl organisierte am 17. März ein Kyusho Shitsu Seminar mit Matt Brown aus den USA. Leider musste Matt im letzten Moment krankheitsbedingt absagen. Statt das Ganze zu streichen, sprang Ralph kurzfristig  in die Bresche und führte ein Kurzseminar am Samstag durch. Die Themen waren korrekte Schlagwinkel in Verbindung mit Atmung und Energiesteuerung vermittels den Kenntnissen über das Kiai. Das Training war von Ralph kompetent geführt, man merkt dass er sich seit langer Zeit intensiv mit dieser Materie befasst.

Es war kein Seminar für Anfänger, Kenntnisse über diesen Themenbereich müssen vorhanden sein um profitieren zu können. Ich lerne nun schon 10 Jahre Kyusho Jitsu und fühle mich immer noch als Anfänger. Dieses Wissen ist unabdingbar um Fortschritte in seiner persönlichen Kampkunst zu generieren. Es steckt harte Arbeit dahinter. Ich werde mich in Zukunft vermehrt um diesen Themenbereich widmen um vertieft dieses Wissen  im Taidokai weiter vermitteln zu können.

Wir werden alle älter. Die körperlichen Fähigkeiten werden weniger. Irgendwann ist der physische Rahmen ausgereizt. Neue Horizonte müssen her um das bisher Erlernte weiter zu entwickeln. KJyusho Jitsu oder auch Tai Chi ist ungeeignet für Leute die lieber Fitness machen möchten.  Die Suche nach unbekannten Horizonten sind das Salz auf unserem Entwicklungsweg. Und das Wissen um diese Horizonte motivieren mich täglich aufs Neue um im Dojo diese Kenntnisse weitergeben zu können um damit positive Erfahrungen weitergeben zu können.

Pierre Feldmann

Tai Chi, die innere Mitte

Eingemittet sein, Ruhe und Gelassenheit, Kein Stress, alles im Griff haben, unzählige Begriffe die einen Wunschzustand beschreiben. Gerade in der heutigen Zeit wo Hektik uns wie Grubenpferde antreibt werden Inseln der Gelassenheit immer mehr zum Refugium der Einkehr.

Tai Chi war ursprünglich eine Kampfkunst. Während Karate oder Judo den äußeren Weg der Entwicklung gehen, beschreitet Tai Chi den inneren Weg. Nur noch wenige Meister teilen das Wissen um die Kampfkunst Tai Chi mit ihren Schülern. Faszinierend wie hier Gelassenheit und Ruhe mit einer effizienten Selbstverteidigung verschmelzen

Anti Aging und Kampfsport

Dieser Titel weckt beim Leser gemischte Gefühle aus. Soll ich, in mittlerem Alter, mich nun mit Youngsters zu prügeln um nachher jünger auszusehen? Vermutlich wird das Gegenteil der Fall sein, also taugt diese Möglichkeit nichts. Warum nun dieser Titel? Ganz klar; Kampfkunstarten (ich gebrauche diesen Terminus absichtlich) beinhalten alles was es braucht um Alterungsprozesse zu verlangsamen. Warum dies? im Karate zum Beispiel lernt man als erstes die Eigenbewegungen exakt zu steuern um so das Körpergefühl zu entwickeln. Einhergehend damit wird auch die Achtsamkeit gesteigert und man lernt den Inner Flow zu steuern. Schon dieses Paket generiert ein positives Selbstwertgefühl. Dass bei regelmässigem Training die Durchblutung verbessert wird und durch den Muskelaufbau Gelenkschmerzen verschwinden können, sei nur beiläufig erwähnt. Das Erreichen gesetzter Ziele, das sich wohlfühlen im eigenen Körper, das Wissen um eine äusserst effiziente Selbstverteidigung sind die Belohnung für regelmässiges Training das meistens Spass macht und nur ab und zu der inneren Widerstand bezwungen werden muss. (nachher ist man doppelt stolz auf sich selber)

Anti Aging ist nicht das Resultat von Botox und Co sondern der äussere Ausdruck der inneren positiven Einstellung.

Karate und Selbstverteidigung

Die verschiedenen Kriminalstatistiken verkünden es: die Kriminalität nimmt ab. Die Menschen auf der Strasse sehen das anders. Das Gefühl der Unsicherheit ist gewachsen und das zählt schlussendlich. Doch woher kommt diese Differenz? Trotz rückläufiger Tendenz sind die einzelnen Straftaten gegen Leib und Leben härter geworden. Soll man also einen entsprechenden Selbstvereidigungskurs besuchen?

Täter suchen immer Opfer. Opfer geben sich oft durch unsichere Körperhaltung und Harmonie suchende Kommunikation zu erkennen.. Täter spüren dies oft und handeln dementsprechend. Kann man nun in einem 10 Lektionen dauernden Kurs die eigene Persönlichkeit soweit ändern dass man entschlossen gegen feindliche Attacken entgegentreten kann?

Nein, dies kann nicht funktionieren. Man kann eine Persönlichkeitsstruktur nicht einfach so ändern, dazu braucht es langfristiges Training einerr Kampfsportart wie zum Beispiel Karate. Der entscheidende Faktor den man sich mit einem nachhaltigen Training erwirbt ist Selbstvertrauen. Mit Selbstvertrauen ändert sich auch die Körperhaltung und die Kommunikationsart, der erste Schritt weg vom Opfer hin zu selbstbestimmter Persönlichkeit ist getan.