Archiv der Kategorie: Berichte

Karateseminar zu Ehren von Bruno Dammert

Enzo Chierici, Chefinstruktor der Karatekai Gruppe organisierte wie  jedes Jahr zu Ehren seines verstorbenen Freundes und Senseis Bruno Dammert ein hochklassigen und unentgeltliches Seminar in Winterthur. Dass über 50 Teilnehmer/innen von Weiss bis Schwarz anwesend waren erfreute uns und zeigte auf dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Eine illustre Trainergruppe gab ihr Bestes um ein interessantes Trainingsprogramm aufzustellen. Da waren die Haupttrainer Enzo Chierichi,  Pierre Feldmann und Philipp Schleuchzer alle 6. Dan sowie Jürg Blum 4. Dan  überzeugten durch ihre Fachkompetenz.

Pierre Feldmann begann mit Katatraining für die Unterstufe. Im Vordergrund stand hier nicht einfach der Ablauf der Kata sondern deren praktische Anwendung. Die Kiddies freuten sich etwas zu lernen das sich auch als aktive Selbstverteidigung auf dem Pausenplatz bewährt.

Anschliessend zeigte Jürg Blum wie man Karate ohne Karate trainieren kann. Es waren Partnerübungen und Spiele die vor allem Aufmerksamkeit, Orientierung und Reaktion erforderten. Ich persönlich habe wieder ein paar gute Ideen aufgenommen um in meinem Dojo auszuprobieren.

Philipp Schleuchzer zeigte mit seinen Schülern eine spannende Vorstellung mit den Okinawa Waffen (Kobudo). Es wurde klar wie gefährlich diese Waffen sind und dass diese Gegenstände nicht in Kinderhände gehören. Anschliessend hatten alle die Möglichkeit unter der Anleitung von Shihan Phillip Grundlagen des Langstockes zu üben.

Als nächstes war, unter der Anleitung von Shihan Pierre, ein Katatraining für die Oberstufe angesagt. Er zeigte die realistische Anwendungen der Tekki Shodan, erklärte auch am Beispiel Kosa Dachi), wie man durch Wechsel der Polarität und dem Einbezug der Schmerzpunkte des Kyusho und des Dim Mak, Karatetechniken um ein Vielfaches steigern kann und so auch neue Perspektiven eröffnet.

Als letztes Training erklärte Sensei Jürg praktische Kumiteübungen, angefangen mit Erarbeitung einer sauberen Grundlage bis hin zu effizienten Abläufen. Die Teilnehmer kamen ordentlich ins Schwitzen, der anhaltende Applaus am Schluss zeigte wie alle Teilnehmer zufrieden nach Hause gingen

Enzo gab ein schönes Vorbild. Er organisierte, schaute zum Rechten und half aus wo es auszuhelfen war. Als Shihan hätte er all dies delegieren können, so aber zeigte er die Qualität eines Kriegers: Bescheidenheit.

Pierre Feldmann

Fotocredit: Karatekai Winterthur

Fairplay im Kindergarten

Früh übt sich……… Nach diesem Motto organisierten die Kindergärten von Ober- und Unterengstringen, initiiert von Frau Pia Henker einen Workshop für Kindergärtler. Da gerade in den japanischen Kampfsportarten Fairplay eine zentrale Rolle spielt , lag es auf der Hand die Taidokai Karateschule anzufragen ob die Möglichkeit besteht einen solchen Anlass zu organisieren.

Der Dojoleiter Pierre Feldmann sagte spontan zu. Als Jugend und Sport Experte der Fachrichtung Karate und jahrzehntelange Erfahrung im Kinder- und Jugendsport nahm er dieses Angebot gerne an. Einen Begriff wie Fairplay den 5 – 7 Jährigen Kiddies näher zu bringen bedarf es ein Wissen wie kommuniziert man so dass es die Teilnehmer verstehen und umsetzen können.

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J+S Fortbildungskurs

Bald schon Tradition geworden sind die J+S Fortbildungskurse von Tomokai. Bereits 15 Jahre werden diese von uns organisiert. Das wir mit unserem Konzept richtig liegen zeigen die positiven Feedbacks. Inzwischen hat sich eine richtige Stammkundschaft herausgebildet

Das Thema dieses Jahres lautete Lernklima. Pierre Feldmann brachte die Theorie locker und kompetent herüber. Sein Anspruch war das Top Down unterrichten wegzulassen und die Teilnehmer aktiv an der Erarbeitung des aktuellen Themas teilhaben zu lassen. Die 90 Minuten gingen wie im Flug vorbei.

Anschliessend setzte Toni Romano die Theorie gekonnt in die Praxis um. Er zeigte einen Trainingsaufbau mit der Idee der Rotation auf. Es waren einfache Übungen die trotzdem Ansprüche an Raumorientierung, Rotation und Differenzierung stellte. Die Teilnehmer merkten wie ein gut strukturierter Unterricht für ein optimales Lernklima wichtig ist.

Erstmals war das FK Team mit drei Personen besetzt. Marianne Furrer übernahm den Nachmittag. Dass sie dies zum ersten Mal machte, merkte man nicht. Ruhig und besonnen vermittelte sie weiteres Wissen wie man optimales Lernklima steuern kann-

Im Anschluss war nochmals Praxis angesagt. Toni Romano führte das Training vom Vormittag weiter und zeigte auf wie man mit einer Basisidee Variationen erarbeitet. Die Teilnehmer waren voll dabei und hätten am liebsten nochmals eine Stunde angehängt.

Der schönste Kommentar (von mehreren) war dass die Teilnehmer das Gefühl hatten der Kurs sei nur 2 Stunden lang gewesen. Tja, auch wir das Tomokai J+S Leiterteam freut sich an Komplimenten.

Tomokai Training 12./13. Dezember

Am Wochenende vom 12. Und 13. Dezember fand in Luzern wieder das bereits zur Tradition gewordene Jahresabschlusstraining statt. Über 140 Karatekas fanden sich in der Bruchhalle (was für ein passender Name für ein Trainingsort für Karatekas) ein. Tomokai Chefinstruktor Toni Romano und sein Team hatten den Anlass perfekt durorganisiert. Ohne freiwillige Helfer lässt sich ein solcher Event nicht organisieren. Karate ist wie eine grosse Familie, man unterstützt sich gegenseitig zum gemeinsamen Erfolg. Wenn man sich mit dem Dojokun auseinandersetzt spürt man wie stark dieses Fundament im Karate ist.

Gichin Funakoshi sagte einst dass Karate als Karate Jitsu nur dazu dient den Karatekas den Weg zur eigenen Entwicklung aufzuzeigen: aus Karate Jitsu wird Karate Do

Als Gast war Carlo Fugazza eingeladen. Er verkörpert das Shotokan Karate in Reinkultur. Direkt, Gerade, Explosiv sind die Basiseigenschaften des Shotokan. Bevor man die Vielfalt sucht müssen diese Qualitäten verinnerlicht sein. Unter diesem Aspekt wird es klar wie wertvoll das Verständnis für diese Prozesse ist.

Carlo Fugazza unterrichtete am Samstagvormittag die Kata Bassai Sho. Um eine Kata zu verstehen ist ein wenig Hintergrundwissen von Vorteil. Die Passai war eine der ersten chinesischen Kataformen die um 1380 von Chinesischen Experten nach Okinawa gebracht wurden. Es entwickelten dann sich im Laufe der Jahre in verschiedenen Dojos unterschiedliche Variationen. Meister Itosu schuf eine zweite Variation, um diese unterscheiden zu können, nannte er die erste Form Bassai Dai und die zweite Bassai Sho.

Beide Katas zeichnen sich durch Entschlossenheit aus. In der Bewegung die innere Mitte zu meistern um plötzlich zur explosiven Handlung zu wechseln ist die Herausforderung in dieser uralten Form.

Am Nachmittag zeigte Carlo Fugazza die Kata Hangetsu. Hangetsu leitet sich aus der Goshu Ryu Kata Sanchin ab. Diese Kata hatte den Ursprung in China. Die spezielle Atemtechnik soll das Ki steuern und so den Körper unempfindlich machen. In China werden solche Formen als „Iron Shirt“ oder Golden Bell“   geübt.

Gishin Funakoshi veränderte die Kata insofern als dass er den Aspekt zwischen den weichen und den harten Bewegungen deutlicher herausarbeitete. Das Verwurzeltsein in der Bewegung ist eine der grossen Herausforderungen in dieser Kata. Um das zu verstehen braucht es gute Grundlagen, ohne diese verkommt jede Form zur Hülle ohne Inhalt.

Sonntag Morgen folgte, mit Chefinstruktor Ton Romano der Zusammenzug der beiden am Vortag geübten Katas. Das Thema war die eine Kata mit der anderen Kata adaptieren und verschiedene Möglichkeiten der Kata auszutauschen, solche Trainings regen zum Überlegen an und bringen die Schüler weiter. Das ganze Karateleben lang nur äussere Formen zu üben kann auch ein Weg sein. Zu forschen und zu entwickeln ist aber sicher nachhaltiger und macht mehr Freude.

Am Samstagabend fanden sich die Dojoleiter zur Delegiertenversammlung ein. Diese ging in einer ruhigen, familiären Stimmung von der Bühne. Der Vorstand freute sich das alle Dojoleiter mit der Vorstandsarbeit einverstanden waren. Viel zu berichten gibt es nicht, Interessenten dürfen das Protokoll bei mir einsehen.

Der Sonntag war dann für einige das High Light des Jahres, Danprüfungen standen an. Die technische Kommission hatte 10 Kandidaten zu beurteilen. Bei der Prüfung geht es für die Prüfungskommission nicht nur um Abhaken von verschiedenen Positionen, sondern um eine Analyse des Potentials und Weichenstellung für eine nachhaltige Weiterentwicklung. Deshalb ist es von grösster Bedeutung dass in der Prüfungskommission Leute mit Lebenserfahrung und Karatewissen am Werk sind.

Erfreulicherweise waren alle gut vorbereitet. Das man dem einen oder anderen Kandidaten die Nervosität ansah war nachvollziehbar. Auch hier gilt es zu beurteilen war der Kandidat bequem in der Vorbereitung oder ist er wegen Nervosität überblockiert. Vom Taidokai waren Sandra Perego und Daniel Belloti anwesend, sie hatten sich beide intensiv auf die Prüfung zum Dritten Dan vorbereitet. Daniel zeigte sich beim Kumite als wahrer Haudegen, aber auch Kata und Kihon waren fehlerfrei. Sandra war austrainiert und platzte fast vor Energie. Sie zeigte eine Superleistung und schnitt mit Sehr gut ab. Mich als Trainer freut es ungemein wenn die Schüler solche Fortschritte machen.

Durch die langjährige Zusammenarbeit mit Toni Romano ist eine Freundschaftauch auch zwischen Taidokai und Taisho entstanden. Es war schön die ganze Tomokai Familie zu treffen und gemeinsam zu trainieren. Gerade in der heutigen Zeit muss man solche Anlässe pflegen damit ein Netzwerk der Freundschaft entsteht

Pierre Feldmann

Tomokai Summercamp 2014

Vom Freitag  4. Juli bis Montag 7. Juli fand in Luzern das schon bald traditionelle Karate Summercamp von Swiss karate Tomokai statt.  Gegen einhundert Teilnehmer  hatten sich angemeldet, es ist schön wenn solche Anlässe so gut besucht werden. Viele der Teilnehmer hatten sich schon sehr früh angemeldet, um sicher zu sein einen Trainingsplatz zu ergattern.

Chefinstriktor Toni Romano scheute keine Mühe ein anspruchsvolles und lehrreiches Programm zusammenzustellen. Das Thema dieses Jahr war die Vernetzung zwischen den einzelnen Katas aufzuzeigen und damit auch die Möglichkeiten des Austausches zwischen den einzelnen Formen klar zu machen. Tekki Nidan, Unsu, Enpi, Meikyo, Hangetsu, Goshu Shiho Dai, Kanku ShoSochin, Jion, Bassai Sho, Chinte, Jitte und Chinte, alle diese Katas haben irgendwo einen Zusammenhang, den es zu entdecken galt. Tomokai Summercamp 2014 weiterlesen

Tomokai Nachwuchsturnier vom 31. März 2014

Am letzten Märzsonntag bei strahlend schönem Wetter fand das Tomokai Nachwuchstraining in Luzern statt. Die Turnhalle ist ideal gelegen, direkt beim Bahnhof angebaut, das Parkhaus nur wenige Meter entfernt, ein idealer Ort für unser Turnier.

Trotz des Frühlingswetters waren über 120 Kinder und Jugendliche bereit sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Da dieses Turnier als Einstieg in die Wettkampfszene gedacht ist, kam auch ein spezielles Sportreglement zum Zug. Tomokai Nachwuchsturnier vom 31. März 2014 weiterlesen

Tomokai Lehrgang vom 14. Und 15. Dezember 2013

Der Abschliuss des „Tomokai Jahres“ fand am Wochenende vom 14./15. Dezember in Luzern statt.  Gegen 170 Teilnehmer fanden sich in der Säli Halle ein und waren gespannt auf das Kommende. Es ist schön wenn die bemühungen des Organisators auf ein so tolles Echo stossen. Chefinstruktor Toni Romano bereitete diesen Lehrgang akribisch vor.  Das ganze Spektrum des Karate kam zum Zug, da am Sonntag Dan Examen stattfanden, lag  einer der Schwerpunkte  auf der Vorbereitung für diese Prüfung.

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Ein grosser Schritt in der Geschichte der Swiss Karate Federation

Am 1. November fand ein  Projekt der Swiss Karate Federation seinen vorläufigen Höhepunkt. 69 Kandidaten aus den Sportarten Bergsport, Segeln, Judo, Jiu Jitsu, Tennis und Karate stellten sich der Prüfung  zum Sportartenlehrer mit eidgenössischem Fachausweis. Diese Anerkennung ist gleichzusetzen mit einem  eidgenössischen Lehrabschluss. Was bedeutet dies? Gerade im Kampfsportbereich ist die Situation der Gradierungen sehr unübersichtlich geworden. Bei  einigen Karateorganisationen ist das Niveau der Prüfungen sehr hoch, andere Organisationen stellen weniger Anforderungen, unkontrollierbar wird es dann wenn irgendwelche unbekannte Verbände Dangrade vergeben. Ausserdem sagen Dangrade nur etwas über den technischen Level aus, die methodisch-didaktischen Fähigkeiten werden nicht geprüft. Will ich eine Sportart lernen dann sind nicht meine Weltmeistertitel gefragt sondern meine Fähigkeiten zu Unterrichten. Das eidgenössische Diplom vermittelt Sicherheit, da neutral und unabhängig die Qualifikation als Lehrer der jeweiligen Sportart geprüft wird.

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Tomokai Nachwuchsturnier vom 26. Mai 2013 in Interlaken

Am 26. Mai fand das erste Nachwuchsturnier der Tomokai Gruppe in Interlaken statt. Interlaken ist zwar nicht gerade vor der Haustüre, aber die Gegend ist dermassen schön, dass s ich ein Ausflug für die Eltern dennoch lohnte, gibt es doch viel zu sehen.

Johann Jungen und sein Team vom Tomokai Interlaken organisierten dieses Turnier. Eine schöne Dreifachhalle bildete den Rahmen für diese Begegnung.

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Tomokai Pfingstlager 2013

Auch dieses Jahr organisierte die Taisho Karateschule unter der Leitung von Chefinstruktor Toni Romano das Tomokai Pfingstlager für Kinder und Jugendliche. Pfingsten ist ein begehrtes Datum für die Durchführung von Anlässen, wie Pfadilager, Fussballlager, Sportlager, Kirchencamp und J+S Sportlager( die Liste lässt sich beliebig fortsetzen). Das Angebot war riesig. Trotzdem waren gegen 60 Teilnehmer, vom Anfänger mit dem weissen Gürtel bis zum jugendlichen Danträger alle Leistungsstufen anwesend.  Dass das Tomokai Camp super organisiert ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen, waren doch auch einige Dojos die nicht bei Tomokai angeschlossen sind, dabei.  Unser Konzept beinhaltet nicht nur Karate, ein spannendes Rahmenprogramm über Spiele, aber auch Filmabend und Teamarbeiten gaben dem ganzen den spannenden Rahmen.

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