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Kampfkunst und Achtsamkeit

Es gibt Begriffe die einfach nicht zusammenzupassen scheinen. Achtsamkeit und Kampf ist so ein Begriffspaar wo man sich am Kopf kratzt. Schauen wir das mal etwas näher an. Karate hat als Grundlage den Schwertkampf. Da die japanischen Schwerter so scharf wie Rasiermesser waren, brauchte es wenig um  schwere Verletzungen zu verursachen. Von daher wird es schon klar warum Achtsamkeit das Überleben fördert.

Aber was bedeutet Achtsamkeit heute. Schliesslich ist das Schwerttragen in der Öffentlichkeit etwas verpönt. Und trotzdem lebt man die Rituale der Aufmerksamkeit in den Karate- aber auch in anderen Kampfkunstdojos weiterhin. Was steckt dahinter? Wirkt es nicht befremdlich oder sogar lächerlich wenn zwei Kontrahenten  sich vor dem Kampf gegenseitig grüssen. Diese Verbeugung ist eine gegenseitige Bekundung des Respekts und das Versprechen, fair miteinander umzugehen. Ähnliches sieht man zum Beispiel beim Schwingen, wo man das Sägemehl von des Verlierers Schulter wegwischt.

Das Ganze geht noch etwas weiter. Wenn ich lange Zeit die Aufmerksamkeit übe so wandelt sich Aufmerksamkeit zur Achtsamkeit. Ich beginne mein Gegenüber zu lesen und spüre wie seine Befindlichkeit ist. Dasselbe geschieht auch wenn man das leere Dojo grüsst. Ich beginne die Energie im Raum wahrzunehmen und kann unterscheiden zwischen negativer und positiver Stimmung.  Solche Übungen entwickeln mein Sensorium und meine Empathie im Privatleben und aber auch im Beruf. Ich beginne zu verstehen